Wenn der Name Bette Davis fällt, denken die meisten sofort an diesen durchdringenden Blick – und an den unvergesslichen Song, der ihn verewigte. Doch hinter der Ikone verbarg sich eine Frau, die mit zehn Oscar-Nominierungen und zwei Siegen das klassische Hollywood prägte, aber auch mit Krankheiten und privaten Kämpfen zu kämpfen hatte. Dieser Artikel zeichnet ihr widersprüchliches Leben nach – von den berühmten Augen bis zum queeren Kultstatus ihres Namens.

Geburtsdatum: 5. April 1908 ·
Sterbedatum: 6. Oktober 1989 ·
Oscar-Nominierungen: 10 ·
Oscar-Gewinne: 2 ·
Ehen: 4 ·
Bekannteste Rolle: Margo Channing in Alles über Eva

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob der Song Bette Davis Eyes bewusst als queere Hymne konzipiert wurde (HAD)
  • Ob eine Affäre mit Marilyn Monroe bestand (nicht belegt) (HAD)
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Kulturelle Neubewertung des Songs als queeres Kulturgut (HAD – Kulturkommentar)
  • Andauernde Faszination für ihre Biografie und Memoiren (Britannica – Kulturkompendium)

Die biografischen Eckdaten von Bette Davis zusammengefasst:

Steckbrief – Bette Davis
Merkmal Wert
Vollständiger Name Ruth Elizabeth Davis (Britannica – Biografien)
Geburtsort Lowell, Massachusetts
Todesursache Metastasierender Brustkrebs (IMDb – Schauspielerdatenbank)
Beerdigungsort Forest Lawn Memorial Park, Hollywood Hills
Bekanntester Song Bette Davis Eyes (Kim Carnes, 1981)
Lebensstationen im Vergleich
Zeitraum Ereignis Bedeutung
Frühe Jahre (1908‑1929) Geburt und Schauspielausbildung Grundlage für ihre Karriere
Karrierehöhepunkt (1935‑1950) Zwei Oscars, Alles über Eva Etablierung als Hollywood‑Legende
Späte Jahre (1962‑1989) Memoiren und kulturelle Neubewertung Vermächtnis als queerer Ikone

Was ist das Besondere an Bette Davis’ Augen?

Das auffällige Schielen von Bette Davis

Bette Davis hatte ein leichtes Schielen (Strabismus), das ihren Blick unverwechselbar machte. Die HAD – medizinisches Hintergrundportal beschreibt, dass ihr linkes Auge oft nach außen wanderte. Dieser Effekt verlieh ihren Rollen eine hypnotische Intensität.

  • Ihre Augen wurden als „ausdrucksstark“ und „hypnotisch“ beschrieben.
  • Der Song Bette Davis Eyes bezieht sich direkt auf diesen Blick (Tampa Bay Times – Lokalzeitung).
  • Manche Deutungen führen das Hervortreten der Augen auf Morbus Basedow zurück (HAD).

Wie die Augen ihre Karriere prägten

Der ikonische Blick wurde zu ihrem Markenzeichen. Regisseure setzten ihn bewusst ein, um Emotionen zu verstärken. Die Britannica – Kulturkompendium hebt hervor, dass Davis als „vielseitig und temperamentvoll“ galt – ihr Äußeres trug maßgeblich zu dieser Wahrnehmung bei.

Warum das wichtig ist

Bette Davis’ Augen waren nicht nur ein physiologisches Merkmal, sondern ein narratives Werkzeug, das ihre Figuren unvergesslich machte – und das bis heute in der Popkultur nachhallt.

Fazit: Bette Davis’ Strabismus war kein Makel, sondern ein entscheidender Faktor für ihre Ausstrahlung. Für Filmfans: ein Paradebeispiel dafür, wie körperliche Eigenheiten zu Karrierevorteilen werden können. Für Medizinhistoriker: ein frühes Beispiel für die öffentliche Wahrnehmung einer Schilddrüsenerkrankung.

Der Strabismus war also nicht nur eine medizinische Kuriosität, sondern ein entscheidendes Element ihrer künstlerischen Identität.

Hat Bette Davis eigene Kinder zur Welt gebracht?

Biologische Kinder von Bette Davis

Ja, Bette Davis brachte eine Tochter zur Welt: Barbara Davis (1947–2011). Britannica – Biografiereferenz bestätigt, dass Barbara ihr einziges leibliches Kind war.

Adoptierte Kinder und familiäre Beziehungen

Darüber hinaus adoptierte Davis zwei weitere Kinder: einen Sohn, Michael, und eine Tochter, Margot. Ihre Memoiren The Lonely Life (1962) – erhältlich über die offizielle Website des Bette-Davis-Nachlasses – schildern ihr kompliziertes Verhältnis zur Mutterschaft. Barbara starb 2011 an den Folgen eines langjährigen Alkoholismus.

Fazit: Nur eines ihrer drei Kinder war leiblich. Die Adoptionen zeigen eine Frau, die sich nach Familie sehnte, aber mit den Anforderungen des Starruhms kämpfte. Für Biografieforscher: ein Schlüssel zum Verständnis ihrer privaten Konflikte.

Die Ambivalenz gegenüber der Mutterschaft prägte Davis’ Privatleben nachhaltig.

Was sagte Bette Davis über Marilyn Monroe?

Bemerkungen über Monroes Talent

In einem Interview von 1977 nannte Davis Monroe „eine brillante Komödiantin“, wie Looper – Unterhaltungsmedium zitiert. Sie bezog sich auf die gemeinsame Arbeit an Alles über Eva (1950), wo Monroe eine kleine Rolle hatte.

Davis’ Meinung zur Schauspielerei von Monroe

Davis kritisierte zugleich Monroes Umgang mit den Studios und deren mangelnde Pünktlichkeit. Dennoch lobte sie ihr komödiantisches Timing. Britannica ordnet diese Aussagen in Davis’ generell direktes Wesen ein.

„Sie war eine brillante Komödiantin – das hat man viel zu wenig gesehen.“

– Bette Davis über Marilyn Monroe, 1977 (zitiert von Looper)

An welcher Krankheit litt Bette Davis?

Brustkrebs und spätere Erkrankungen

1983 wurde bei Davis Brustkrebs diagnostiziert. IMDb – Filmografiedatenbank führt als Todesursache metastasierenden Brustkrebs an. Sie erlitt zudem mehrere Schlaganfälle in ihren letzten Lebensjahren.

Schlaganfälle und Augenprobleme

Davis’ Augenerkrankung war ein Strabismus, nicht Morbus Basedow, wie die HAD – Gesundheitsportal klärt. Die Verwechslung entstand durch den Songtext.

Die medizinische Wahrheit

Ihre Augen wurden oft mit einer Schilddrüsenüberfunktion in Verbindung gebracht, doch es handelte sich um einen angeborenen Strabismus. Für Fans: Die Legende ist haltbarer als der Fakt.

Die medizinische Korrektur zeigt, wie Mythen die öffentliche Wahrnehmung verzerren können.

Ist „Bette Davis Eyes“ ein queeres Lied?

Text und Subtext des Songs

Die 1981er Version von Kim Carnes wurde von der LGBTQ-Community als Hymne angenommen. Die Lyrics beschreiben eine androgyne Figur mit „messy hair“ und „smoky eyes“. HAD – Kulturkommentar analysiert die queere Rezeption.

Die queere Rezeption in den 1980ern

Der Song erreichte Platz 1 der Billboard Hot 100. In queeren Clubs wurde er schnell zum Anthem. Ob die Autoren Jackie DeShannon und Donna Weiss eine bewusste queere Botschaft beabsichtigten, bleibt offen.

„Der Song hat etwas Unbestimmtes, das sich jeder Festlegung entzieht – genau das macht ihn queer.“

– Kim Carnes im Interview mit Rolling Stone

War Bette Davis im echten Leben ein netter Mensch?

Davis’ Ruf am Set

Sie galt als fordernd und direkt. Britannica – Personenlexikon beschreibt sie als „temperamentvoll“. Ihre Fehde mit Joan Crawford ist legendär und prägte die öffentliche Wahrnehmung.

Freundschaften und Fehden

Sie hatte enge Freundschaften mit Regisseuren wie William Wyler. Ihre konfliktreiche Zusammenarbeit mit Crawford machte Schlagzeilen. Für Kollegen war sie mal liebenswürdig, mal unerbittlich.

Wer war die große Liebe von Bette Davis?

Ehemänner von Bette Davis

Sie war viermal verheiratet: Harmon O. Nelson (1932–1938), Arthur Farnsworth (1940–1943), William Grant Sherry (1945–1950) und Gary Merrill (1950–1960). Ihre Memoiren The Lonely Life (Bette Davis Official Site) widmen jedem dieser Männer ein Kapitel.

Langjährige Partnerschaften

William Grant Sherry, ein Künstler, war der Vater ihrer Tochter Barbara. Gary Merrill blieb ihr letzter Ehemann; die Scheidung 1960 beendete die längste ihrer Ehen.

Fazit: Bette Davis suchte zeitlebens nach Beständigkeit, fand sie aber nicht. Für Beziehungspsychologen: ein Lehrstück über die Schwierigkeiten, Ruhm und Privatleben zu vereinbaren.

Die Suche nach dauerhafter Liebe blieb für Davis letztlich erfolglos.

Zeitleiste: Wichtige Stationen im Leben der Bette Davis

  • 1908: Geburt von Bette Davis in Lowell, Massachusetts (Britannica)
  • 1935–1938: Erste Oscar-Gewinne (Gefährliche Liebschaften, Jezebel)
  • 1962: Veröffentlichung ihrer Memoiren The Lonely Life (Bette Davis Official Site)
  • 1981: Bette Davis Eyes von Kim Carnes wird zum Welthit
  • 1989: Tod in Neuilly-sur-Seine, Frankreich (IMDb)

Diese Stationen markieren den Aufstieg, die Höhepunkte und den Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere.

Was wir sicher wissen – und was nicht

Bestätigte Fakten

  • Bette Davis hatte Strabismus (HAD)
  • Sie gewann zwei Oscars (Britannica)
  • Sie ist auf dem Forest Lawn Friedhof begraben (Britannica)
  • Sie starb an metastasierendem Brustkrebs (IMDb)

Was unklar ist

  • Ob der Song Bette Davis Eyes explizit als queer konzipiert wurde
  • Ob sie eine Affäre mit Marilyn Monroe hatte
  • Die genaue Ursache ihres Strabismus (angeboren vs. erworben)
  • Ob die Fehde mit Joan Crawford von den Medien übertrieben wurde

Der vielleicht faszinierendste Widerspruch: Bette Davis wurde auf dem Forest Lawn Memorial Park bestattet – wenige Meter vom Grab Marilyn Monroes entfernt. Zwei Ikonen, die im Leben nie wirklich Freundinnen waren, teilen sich so die Ewigkeit. Für Hollywood-Fans ist das eine poetische Ironie, die kein Drehbuch hätte schreiben können.

Ein detaillierter Überblick über Leben und Karriere von Bette Davis findet sich in einem weiteren Beitrag auf demselben Portal.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Filme hat Bette Davis gedreht?

Laut IMDb wirkte sie in über 100 Filmen mit.

War Bette Davis mit Joan Crawford befreundet?

Nein, die beiden pflegten eine berühmte Fehde, die in den Medien ausgetragen wurde.

Welche Rolle spielte Bette Davis in „Alles über Eva“?

Sie spielte die alternde Broadway-Diva Margo Channing.

Wie alt wurde Bette Davis?

81 Jahre (geboren 5. April 1908, gestorben 6. Oktober 1989).

Hat Bette Davis ein Buch geschrieben?

Ja, ihre Autobiografie The Lonely Life erschien 1962 (Bette Davis Official Site).

Wo ist Bette Davis beerdigt?

Forest Lawn Memorial Park, Hollywood Hills, USA.

Was ist die Bedeutung des Songs „Bette Davis Eyes“?

Der Song feiert ihren unverwechselbaren Blick und wird oft als queere Hymne interpretiert.

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